Beauftragt wurde GEWOS hierzu vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum. Der Erarbeitungsprozess des Gutachtens umfasst die Untersuchung von fünf Kriterien zur Bestimmung der Wohnungsmarktanspannung in allen 421 Städten und Gemeinden des Bundeslandes. Dazu müssen zunächst für alle Kriterien aussagekräftige Indikatoren gebildet und mittels einer aktuellen Datengrundlage in jeder Kommune berechnet werden. Analysiert werden hierzu Daten, die Aufschluss geben über die Mietpreissteigerung, die Mietbelastung der Haushalte, das Verhältnis des Wohnungsneubaus zur Wohnbevölkerung, den Leerstand sowie die generelle Versorgungsquote der Haushalte mit Wohnungen. Anhand von in der Gutachtenerstellung zu definierenden Schwellenwerten wird die Erfüllung der Kriterien ermittelt und in einer abschließenden Gesamtschau der Ergebnisse aller Kommunen bestimmt, für welche einzelnen Wohnungsmärkte von einer Anspannung ausgegangen werden sollte.
Das Gutachten soll die Grundlage für die Ermittlung der Gebietskulisse für eine neue Mieterschutzverordnung sowie eine zu aktualisierende geänderte Umwandlungsgenehmigungs- und Gebietsbestimmungsverordnung in Hessen bilden. Zudem soll es der Öffentlichkeit zu Informationszwecken zur Verfügung gestellt werden.